>> Zeittafel
| 1934 | Gründung der Braunkohlen-Benzin AG (BRABAG) |
| 1936 | Reichsregierung erteilt der BRABAG die Genehmigung zur Errichtung einer Anlage zur Erzeugung von flüssigen Produkten am Standort Zeitz |
| 1938 | Inbetriebnahme des Hydrierwerkes |
| 1940- 1945 | schwere Bombenangriffe mit insgesamt ca. 9000 Bomben zerstören das Werk |
| 1945- 1946 | Wiederaufnahme der Produktion unter Besetzung der US-Armee und anschließend im Eigentum der UdSSR |
| 1954 | Übergabe des Werkes in Volkseigentum |
| 1974 | Inbetriebnahme der primären Erdölverarbeitung |
| 1990 | Umwandlung des Hydrierwerkes vom volkseigenen Betrieb in eine GmbH |
| 1990 | Einstellung der Verarbeitung carbochemischer Rohstoffe |
| 1993 | Einstellung der Schmieröl- und Paraffinproduktion |
| 1993 | Gründung einer Sanierungsgesellschaft als Auffanggesellschaft für entlassene Hydrierwerker und Beginn der Demontage und des Abrisses der Anlagen |
| 1996 | Stilllegung der Erdölverarbeitung und Schließung der Hydrierwerk Zeitz GmbH |
| 1996 | Verkauf der restlichen Anlagen und Gebäude einschließlich Grund und Boden an die im gleichen Jahr neu gegründete ZSG Zeitzer Standortgesellschaft mbH |
| 1999 | Mit der Kernansiedlung Radici Chimica Deutschland GmbH begann die Ausrichtung des Standortes zu einem Chemie- und Industriepark |
Mitten in Europa entstehen die ersten chemischen Großanlagen. Mitteldeutschland entwickelt sich zu einem traditionellen Standort des neuen Wirtschaftszweiges. Das Chemie-Dreieck Bitterfeld-Leuna-Zeitz wird zur industriegeschichtlichen Legende.
Die Braunkohlen-Benzin AG (BRABAG) errichtet 1936 bis 1938 auf dem Gelände des heutigen Chemie- und Industrieparks ein Hydrierwerk, in dem aus einheimischer Braunkohle Treib- und Schmierstoffe hergestellt wurden.
Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und in den 70er-Jahren um eine Erdölraffinerie erweitert, profiliert sich das Hydrierwerk Zeitz als Basisproduzent der petrolchemischen Industrie der DDR. Zu den Hauptprodukten zählten Dieselkraftstoffe, Zweitakt-Motorenöle, Schmierstoffe und Paraffine. Sie wurden weltweit exportiert.
In den 90er-Jahren richtete der Standort seine wirtschaftliche Entwicklung neu aus und begann mit der Demontage der alten Industrieanlagen. Schrittweise wurde das Gelände unter der Federführung der ZSG Zeitzer Standortgesellschaft mbH aufwändig saniert und zu einem modernen Chemie- und Industriepark von überregionaler Bedeutung entwickelt.
(Weitere ausführliche Informationen können nachgelesen werden in "Hydrierwerk Zeitz - Die Geschichte eines Chemieunternehmens" herausgegeben von der Zeitzer innovativen Arbeitsfördergesellschaft mbH, Hauptstraße 30, 06729 Elsteraue OT Alttröglitz und kann auch dort käuflich erworben werden.)